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Jagdtiger in 48 Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Andreas Dobinger   

Werte Leser

Hier sehen Sie einen kurzen Baubericht zu meinem letzten Modell, einen Jagdtiger in 1/48 von Tamiya.
Den Bau habe ich auf Grund eines Aufrufes zum Teamwork in einem anderen Forum gemacht.
Und es stellte für mich eine besondere Herausforderung dar da ich dieses Mal nur Farben von Valleyo
zur Bemalung nahm ....

 

 

Konzept

Nun wie schon geschrieben bin ich durch ein anderes Forum (www.missing-lynx.com) auf die Idee gekommen dieses Modell zu bauen. Wie gewohnt gab es bei Modellen dieses Herstellers (Tamiya) keine Probleme beim Bau, Passgenau und wenig bis keine Nacharbeiten. An Zurüstteilen verwendete ich Ätzteile von Hauler für die Lüftergitter und Friulketten. Ich nehme diese Ketten gerne weil sie ermöglichen mir das Modell bis auf das Laufwerk fertig zu bauen und die Ketten erst zum Schluß aufzuziehen. Die nächste Herausforderung für mich stellte bei diesem Modell die alleinige Verwendung von Acrylfarben der Firma Valleyo dar. Diese Farben sind etwas schwerer zu verarbeiten, beschleunigen aber durch ihre schnelle Trocknung die weitere Bemalung. Ich versuche im Baubericht näher darauf einzugehen.

Der Bau
Dieser ging wie gesagt schnell von sich wobei es durch die Aluwanne der Einsatz von Superkleber nötig war. Dieser wurde dann auch für die Ätzteile verwendet um sie auf der oberen Wanne zu befestigen. Für die Kunststoffteile nehme ich übrigens auch eine Kleber von Tamiya, den dünnflüßigen welcher sich mit einem Pinsel auftragen läßt und in die kleinsten Spalten läuft und so gute Verbindungen herstellt. So wurden fast alle Teile montiert, die Rohrhalterung, die Blende, das MG sowie das zusätzliche MG wurden extern bemalt.

Die Bemalung
Nun ging es ans Eingemachte, die Bemalung. Als erstes versah ich das gesamte Modell mit einer Grundierung, diese nahm ich ebenfalls von Valleyo. Dieser Hersteller produziert seit einiger Zeit einen fertigen und so ging dieser Abschnitt schnell und ich konnte mich um die anderen Farben kümmern. Der Jagdtiger soll ja in einer Dreifarbentarnung enstehen, also waren Farbversuche nötig.Ich begann mit dem Rohr welches ich nur in der grauen hitzebeständigen Grundierung darstellen wollte, hier verwendete ich Light Grey (50). Nach einer kurzen Trocknungszeit schütze ich das Rohr vor den weiteren Bemalungschritten mittels zweier Trinkhalme welche ich der Länge nach aufschnitt um aufbringen zu können.

Wobei ich einen kleinen Vorteil hatte, durch den Tip eines Modellbaufreundes, (Andreas T.), habe ich eine geeignete Farbe für das deutsche Gelb schnell gefunden. So habe ich für das Gelb die Farbe Random Tan (74) für die waagrechten Bereich genommen. Die senkrechten Flächen und der untere Bereich des Laufwerkes wurde mit einer unterschiedlichen Mischung von Random Tan (74) und Light Brown (27) erstellt jeweils nach unten dünkler werdend.

Für das Grün verwendete ich eine Mischung aus Cam. Light Green (06) und Duck Egg Green (09) im Verhältnis 1:1 und trug dieses mit der Airbrush auf. Das Braun war dann etwas leichter zu finden, ich verwendete US Flat Brown (26). Diese Farbe sagte mir schnell zu und passte gut ins Konzept. Als nun alles fertig lackiert war wurde das Modell mit einer Schicht Glanzlack überzogen um so eine gute Basis für die Decals zu erhalten. Ich nahm die bei dem Bausatz beiliegenden und nach dem anbringen wurden sie noch einem Weichmacher behandelt um sich den Konturen besser anzupassen.

Die Alterung
Nachdem ich das Modell mit einer Schicht Mattlack überzogen habe began ich mit den ersten Schritten der Alterung. Als erstes verwendete ich den Filter von MIG für eine Dreifarbentarnung und trug diese mit einem feuchten, nicht triefenden Pinsel auf. Nach einigen Durchgängen war ich mit dem Ergebnis zufrieden. Dann nahm ich Brown wash von MIG und lies dieses in allen möglichen Rillen und Schrauben des Modells laufen. Das funktioniert durch die Kapillarwirkung recht gut und muß wenig nachsäubern, dafür nehme ich White Spirit. Als das erledigt war began ich zu chippen um so dem Fahrzeug einen gebrauchten Zustand zu geben. Dafür nahm ich die vorher verwendeten Farben und hellte diese ein wenig auf und setzte dann jeweils in diese Punkte noch einen anderen. Die helle Farbe soll den beanspruchten Bereich darstellen und das German cam. brown sollte die Grundierung darstellen.

So ergibt es sich das man unterschiedliche Tiefen darstellen kann. Nach einer kurzen Trockenzeit bemalte ich das Werkzeug. Hierzu verwendete ich Dessert Yellow für das Holz und Schwarz bzw. Gun Metall für die Metallteile. Um im Laufwerksbereich Spuren von Schlamm darzustellen verwendete ich MIG Pigmente (heller und dunkler Schlamm) und vermischt das Ganze mit einer hellen grauen Farbe von Humbrol. Zum verdünnen nahm ich White Spirit und rührte das alles mit einem alten Pinsel auf. Dann wurde der Pinsel nahe ans Modell gehalten und mit der Airbrush wurden die Spritze aufgebraucht. Ich finde diese Technik gut weil sie einer natürlichen Fahrt durch Matsch sehr nahe kommt.

Die Ketten
Wie gesagt ich verwende gerne Friul Ketten weil sie ein Modell durch ihren natürlichen Durchhang ungemein verbessern und einfach zu verarbeiten sind. Nach ca. 3 Stunden war die Kette nach einigen Anproben fertig gebaut und ich began mit der Bemalung. Grundiert wurde mit Schwarz und dann kam eine Schicht Erdbraun auf die Aussenseite, dieses Mal verwendete ich Farben von Tamiya. Dann kam eine Mischung aus hellen Braun von Humbrol und Gips zum auftragen, verdünnt wurde wieder mit White Spirit.
Nachdem alles trocken war wurden die Laufrollen montiert und die Kette aufgezogen. Nun fehlte nur mehr ein passender Untergrund und ich fand ihn an Hand eine schönen Holzsockels, fertig war mein Modell.

Fazit
Durch ein Forum habe ich wieder die Lust bekommen ein Modell zu bauen welches mir ganz, denke ich mal, gut gelungen ist. Für mich selber war die Vewendung dieser Farben auch interessant und zeigte mir neue Möglichkeiten auf und so mache ich mit Freude ans nächste Projekt.
mit modellbauerischen Grüßen
Andreas

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