

Historischer Hintergrund
Am Dienstag, dem 13. April 1943 um 17:55 funkt der Befehlshaber der 8.
japanischen Flotte – Vizeadmiral T. Sameijima –
Einzelheiten über den Inspektionsflug von Admiral Isoroku Yamamoto
…….
Wegen der Bedeutung dieser Mitteilung wird der Code mit der
höchsten Sicherheitsstufe verwendet. Es heißt, daß
Adm. Yamamoto am 18. April um 06:00 Uhr morgens in Rabaul in einem
Mitsubishi G3M-Bomber, mit 6 Jagdflugzeugen als Eskorte zur Inspektion
der japanischen Stützpunkte auf Ballale und Shortland , nahe dem
südöstlichen Ausläufer der Insel Bougainville, abfliegen
wird.
Diese geheime Meldung fangen zugleich mehrere Abhörstellen der
US-Marine auf und bereits 14 Stunden später liegt der Funkspruch
im Klartext auf dem Tisch des US-Gegenspielers im Pazifik –
Admiral Chester Nimitz – in Pearl Harbour. Der OB-Pazifik erkennt
sofort die einmalige Chance, seinen größten und
gefährlichsten Widersacher „auszuschalten“
……
Yamamotos Reiseziele liegen etwa 650 KM vom nächsten
US-Flugplatz – Henderson Field auf Guadalcanal – entfernt;
die Abfangjäger müßten etwa 1000 KM im Tiefflug
über See zurücklegen, um den Radarstationen auf den
japanische besetzten Inseln zu entgehen. Aufgrund des damit verbundenen
Treibstoffverbrauchs kommen nur P38-Lightning’s in Frage. Noch am
Abend des 17. April landen in Henderson Field 4 Liberator-Bomber, die
Spezial-Zusatztanks für die Lightnings an Bord haben. Das
Unternehmen „Venegance“ (Vergeltung) hat begonnen
…………
Am Sonntag, dem 18. April 1943 starten unter Führung von Maj. J.W.
Mitchell um 07:25 insgesamt 16 Maschinen; P38 der 339. und 341 Squadron
…….. Laut Berechnung müßten sich die Kurse der
Maschinen um 09:35 kreuzen ……..
Seine gewohnte Pünktlichkeit wird Admiral Yamamoto zum
Verhängnis. Um 09:34 Uhr explodiert die Maschine des Admirals im
Dschungel, der Admiral ist auf der Stelle tot. Als man ihn findet,
hält er sein Schwert noch fest umklammert. Der Sieger von Pearl
Harbour ist tot ...... Er erhält das 12. Staatsbegräbnis in
der bis dahin 1000jährigen Geschichte Japans – das zweite
eines Admirals. Nur der Sieger von Tsuschima (1905), Admiral Togo, ging
ihm in dieser "Ehre"voraus. ………
Voraus gegangen war diesem "Erfolg" die Leistung der Code-Knacker, die
es schafften, den japanischen Marine-Code fast 1:1 mitzulesen ......
Da keine Filme für die Zielkameras der P38 zu diesem Zeitpunkt
verfügbar waren, ist die Frage, wer nun wirklich den
entscheidenden Treffer in diesem Gefecht erzielte, bis heute
ungeklärt. Drei US-Piloten kommen dafür in Frage: Barber,
Holmes und Lanphier….. seit 18. April 1943 wechselten sie kein
Wort mehr miteinander ……..
Die Szene
Mein Modell soll die P38 von Capt. Murray J. Shubin am Morgen des 18.
April 1943 um 07:00 Uhr darstellen....... um 07:25 Uhr wird er mit 15
anderen zur Operation "Venegance" (Vergeltung) starten. Ziel der
Aktion: Abschuß von Admiral Isoroku Yamamoto, der sich gerade auf
Inspektionstour - unter Begleitung eines zweiten Mitsubishi
G3M-Bombers und sechs Zero-Begleitjägern - befindet.
Ich benutzte den Academy-Bausatz aus 1991 unter Verwendung von
Eduard-Gurten und Kanülen für die Bordwaffen, sowie div.
Eigenbauten (die man jetzt fast nicht mehr sieht, wie Gashebel,
Fahrwerksklappen-Gestänge u.ä.), bzw. selbstgefertigten
Decals ......
Die Palmen sind aus Blättern eines Benjaminus-Ficus und
Föhrenästchen entstanden, der Untergrund war im früheren
Leben eine Akustik-Decken-Platte, von der ich die Beschichtung
entfernte.
Fazit
Ein günstiger Bausatz, der viel Spaß gemacht hat. Die
Herstellung der Decals war ebenfalls ein interessanter Lernprozeß.
Mit modellbauerischen Grüßen
Wolfgang Strassmayer
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