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Galerie: T34/76 Wintertarnung, Tamiya 1:48 (ad) zurück zur Übersicht


Liebe Modellbaufreunde

Nach dem man immer wieder versucht neue Techniken zu erlernen um seine Modelle noch realistischer darzustellen bin auch ich nicht an der sogenannten „Haarspray“ Technik vorbei gekommen. Doch erst mal zum Modell.

Der Bausatz

Dieser T34/76 in 1:48 stammt aus der japanischen Modellbauschmiede Tamiya. Vom Bau her stellen sich keine Probleme ein da die Passgenauigkeit ja schon fast Sprichwörtlich ist und so eigentlich für Modellbauer aller Stufen geeignet ist. Beim Bau bin gemäß der Bauanleitung vor gegangen, wobei man dieses Modell leicht in ein paar Stunden fertig bauen  kann. Das einzige was mich ein wenig gestört hat war der Scheinwerfer, der wird leider nicht als Klarsichtteil dargestellt. So habe ich mir dann ein Glas aus einen alten Gussteil gezogen um diesen darstellen zu können.

 

Die Bemalung

Hier habe ich wieder einmal den Weg mit der „color modulation“ bestritten. Dabei geht es darum durch Farbnuancen schon die ersten Akzente zu setzen. Generell bin ich der Meinung dass durch diese Technik die Modelle schon super in Szene gesetzt werden können wobei ich auch hier wieder gelernt habe. So habe ich dieses Mal bis auf die Farben im Schattenbereich alle gemischt. Für die dunklen Bereiche habe ich Dark Green verwendet, für den mittleren und hellen Bereich wurde diese Grundfarbe mit Gelb sowie Weis aufgehellt. Alle Farbe sind Acryl um hier schon die Vorbereitung für die folgenden Schritte zu setzen.   

Wichtig ist es hier das man eher mit helleren Farben arbeitet weil diese dann im anschließenden Vorgang, dem Filtern, wieder dunkler werden. Durch dieses Filtern bekommt man eine homogene, sehr nach Schwermetall aussehende Oberfläche die das Modell noch realistischer aussehen läst.  Zur Anwendung eines Filters nehme ich Ölfarben, in diesem Fall „VanDyke Braun“, welches mit „White Spirit“ verdünnt wird. Diese gefärbte Verdünnung wird mit einem Pinsel Größe 4 – 6 auf das Modell aufgetragen. Zwischen den jeweiligen Filtern sollte immer eine ausreichende Trockenzeit eingehalten werden. Ich habe hier immer mindestens 2 Stunden gewartet um sicher zu sein.

Für das erste Chipping habe ich wieder dieselbe Farbe genommen sowie die Farbe Orange um hellen Rost darzustellen. Zum Verdünnen habe ich wieder das oben genannte „White Spirit“ genommen.

Bevor ich dann den ersten Versuch einer abgewaschenen Wintertarnung gemacht habe wurde das Modell noch mit einem matten Klarlack lackiert.

Die Wintertarnung

Bevor ich nun die Wintertarnung aufbrachte wurde das Modell mit einem Haarspray lackiert. Nach ein paar Minuten Trockenzeit wurde dann eine weiße Acrylfarbe satt aufgebracht. Nach ein paar Minuten wurde diese dann mit Hilfe eines alten Pinsels und warmen Wasser wieder abgetragen. Nur nicht wundern, am Anfang tut sich nichts da das Wasser ein wenig braucht um die Farbe anzulösen. Dann geht es aber zügig zur Sache, hier sollte man sich schon überlegt haben wo die Farbe wie stark abgetragen gewesen sein könnte. Die Bereiche also wo die Besatzung unterwegs war oder sonstige Abnützungen logisch erscheinen. Wenn man dann mit seinem Werk zufrieden ist kann man sich beruhigt zurück lehnen. Falls man noch Bereich entdeck die behandelt werden sollten, keinen Angst man hat bei dieser Methode einige Stunden Zeit die Farbe abzutragen.

Eine anschließende Schicht Mattlack bildet die nächste Schutzschicht vor dem letzten Chipping welches wiederum mit Ölfarben wie oben beschrieben durchgeführt wurde.


Fazit:

Durch ein einfach zu bauendes Modell kann man sich voll auf die Bemalung konzentrieren und hier neue Wege bestreiten. Nur Mut dazu, es ist einfacher als man glaubt und ein so behandeltes Modell stellt einen tollen Eyecatcher dar. Noch dazu kann man diese Technik ja nicht nur an einer Wintertarnung anwenden sondern z.B. auch an Fahrzeugen die in der Wüste eingesetzt waren. Für Fragen stelle ich Euch gerne zur Verfügung.

Mit modellbauerischen Grüßen
Andreas Dobinger





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