

Der Tiger ist ein
zu bekannter Panzer als das ich hier viel über Ihn schreiben möchte. Wer mehr
über das Fahrzeug erfahren will findet im Netz sehr viel Information bzw. in
der guten Fachliteratur. Gehen wir gleich zum Modell weiter….
Das Modell:
Der Maßstab 1:48
erfreut sich doch zumindest von Herstellerseite einer steigenden Beliebtheit so
das verschiedene Firmen Modelle in dieser Größe anbieten. Bei meinem Modell
handelt es sich um den Tiger I early der Firma AFV Club. Beim öffnen der
Schachtel fallen einem neben dem sauberen Guss der Teile unter anderem eine
Wanne aus Kunststoff auf. Die Lüftergitter sind als Ätzteile enthalten und
sparen somit den Kauf eines eigenen Satzes. Ein einteiliges Rohr vereinfacht
die Montage und erspart Klebe- und Schleifarbeiten. Die Laufrollen werden mit
den beiliegenden Schrauben befestigt und ermöglichen so ein bewegliches
Laufwerk. Einziges Manko sind die beiliegenden Vinylketten, hier wären
vielleicht Segmentketten wie sie ein anderer Hersteller verwendet optimal. Oder
man greift auf Metallketten aus dem Zubehörsektor zurück.
Der Bau:
Dieser läuft
einfach und zügig ab, es gibt wenig zum schleifen. Die Passgenauigkeit ist
vergleichbar mit einem der großen japanischen Hersteller. Eine einfache aber
sehr klare Bauanleitung führt innerhalb kurzer Zeit zu einem tollen Ergebnis
wobei man mit den beiliegenden Decals 5 verschieden Versionen bauen kann. Wobei
man doch einplanen sollte welche Teile man vorher lackiert um unnötige Probleme
bei der Bemalung zu vermeiden.
Bemalung und Alterung:
Ich versuchte bei
diesem Modell wieder einmal den Umgang mit der Kreisschablone und bin sehr
zufrieden damit. So wurden zuerst bei allen Laufrollen die Gummibandage sowie
alle Vertiefungen des Fahrzeuges mit schwarz gebrusht. Dann wurde eine Lage
Sandgelb oder Dessert Yellow aufgetragen sowie in lasierender Form eine Lage
Erdfarbe. Für die Laufrollen nahm ich eben die erwähnte Kreisschablone, ist
eine günstige aus dem Zeichenbedarf, und erleichterte mir die Arbeit. Die
untere Wanne erhielt denselben Farbauftrag. Bis die Farbe trocken war konnte ich mich den Kette
widmen, diese wurde schwarz grundiert und dann auch mit einer Erdfarbe
übernebelt. Sobald die Laufrollen getrocknet sind kann man mit der Montage
beginnen was zügig geht. Sobald alle montiert sind verbindet man die Ober- mit
der Unterwanne. Dann werden alle in der Fahrzeugfarbe lackierten Teile montiert
bis auf ein paar Ausnahmen. Die sind unter anderem das Werkzeug, die
Auspufftöpfe und die Seile. Diese lackiere ich entweder am Gussast oder einzeln
um sie besser bemalen zu können. Als nächsten Schritt steht die Montage des
Turmes an, dieser geht wie schon die vorangegangenen Teile schnell von der
Hand. Bevor ich nun zur weiteren Lackierung musste ich erst das schon bemalte
Laufwerk schützen. Dazu bat sich eine Lage Küchenpapier an welches mit einem
Klebestreifen gespannt und fixiert wurde. Hier gilt es nur zu beachten das man
genug Überstand hat um die Teile gegen den Sprühnebel zu schützen. Nun erfolgte
die erste Lackierung mit einer Lage Sandgelb (Dessert Yellow) welche dann auf
den ebenen Flächen mit Buff aufgehellt wird um so die Witterungseinflüsse zu
simulieren. Da ich auf den Einsatz einer Grundierung verzichtet habe sollte man
bei den Ätzteilen mehrere dünne Lagen der Farbe aufbringen um wirklich decken
zu sein. Im nächsten Schritt werden die Bereiche wo die Decals hinkommen mit
einer Schicht Klear behandelt um so eine optimale Oberfläche zu erzielen. Nach
dem diese Schicht trocken ist kann man die Decals aufbringen und bei Bedarf mit
einem Weichmacher besser an die Konturen anpassen. Während dieser trocknet kann
man sich den Zubehör widmen. Diese Teile wurden ebenfalls schon in Sandgelb
grundiert und erhalten nun den Feinschliff. Die Metallteile wurden mit mattem Schwarz
grundiert und dann mit Pigmenten in Metallton bearbeitet um die Effekte zu
betonen. Ich habe bis jetzt für diesen Zweck immer mit einem Bleistift
gearbeitet aber mit diesen Pigmenten fällt einen die Arbeit noch leichter aus. Diese
sind in gepresster Form verfügbar ähnlich einem Schminkset. Bei den Auspufftopf
ging ich so zu Werke, eine Grundierung in schwarz und danach eine Schicht
Rostfarbe von Valleyo. Da mir das Ergebnis noch nicht so zusagte wurde es
ebenfalls mit den Pigmenten bearbeitet bis ich zufrieden war. Die Holzteile
wurden erst mit einer hellen Hautfarbe und dann Raw Umber lasierend behandelt.
Um einen Akzent
in das Modell zu bringen habe ich auch die Innenseite der Luke des Ladeschützen
mit Hullred bemalt was der Rostschutzfarbe entsprechen dürfte.
So wurden mit den
erwähnten Pigmenten alle Abnützungsspuren an der Kette, den Laufrollen sowie am
Panzer gestaltet. Zusätzlich wurde die Kette mit Pigmenten, dieses Mal aber
welche in Pulverform, behandelt um so die Erde darin besser darstellen zu
können. Wenn alles trocken ist kann man die Kette verkleben wobei sich hier der
Einsatz von Superkleber als optimal bewiesen hat. Nach der Montage der Kette
musste diese noch angepasst werden so dass sie schön auf den Laufrollen
aufliegt, dazu bediente ich mich wieder des Superklebers. Dieser Schritt ist
ebenfalls nötig um der Kette ein realistisches Aussehen zu geben. Wenn
alle Teile montiert sind und man mit der
Alterung zufrieden ist erfolgt noch eine abschließende Lage matten Klarlacks.
Fazit:
Ein guter und
preiswerter Bausatz der fast keine Wünsche offen lässt (Ketten), einfach zu
bauen, somit auch für Einsteiger interessant. Durch die Möglichkeit mehrer
Versionen zu bauen und damit verschiedene Bemalungen anzuwenden eröffnen sich
interessante Varianten. Von der Detailtreue den Großen Brüdern dicht auf der
Spur in einem Maßstab der für Dioramenbauer interessant sein dürfte. Und da es
beim Bau keine großen Probleme gibt auch schon mal ein Bausatz für ein
Wochenende.
Ich denke es wird
nicht mein letzter Tiger dieser Firma gewesen sein…
Mit modellbauerischen Grüßen
Andreas Dobinger


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