deutsch / english     
 Startseite  Ι  Über uns  Ι  Galerie  Ι  Tipps & Tricks  Ι  Mitglieder  Ι  Links  Ι  Kontakt  Ι  Impressum/Disclaimer 


Gallery: F6F-3/5 Hellcat
zurück zur Übersicht


F6F-5 Hellcat
Die Hellcat war eine Weiterentwicklung der Firma Grumman welche schon mit der Wildcat ihre Erfahrungen im Bereich Trägerflugzeuge sammeln konnte. Da die Wildcat nicht die gewünschten Erfolge brachte und auch gegen die japanischen Flugzeuge wie der Mitsubishi Zero-Sen (Zeke) unterlegen war erfolgte die Entwicklung der Hellcat. Diese wies im Gegensatz zur Wildcat einen stärkeren Motor auf und auch für die Sicherheit der Piloten wurde einiges durch den Einbau von Stahlplatten bewirkt. Insgesamt war die Hellcat so sicherer und auch ihre besseren Landeeigenschaften auf Trägern waren einige der Gründe für ihre Beliebtheit bei den Piloten der USS Navy und den USS Marines. So wurden insgesamt ca. 12 275 Maschinen gebaut wobei hier die Hälfte mit ca. 6681 Maschinen auf den Typ F6F-5 bezog. Die Erfolge der Hellcat lassen sich insoweit belegen das von Maschinen dieses Typs mehr als die Hälfte aller japanischen Flugzeuge, ca. 5200 Stück, abgeschossen wurden. Das ergab eine Quote von 19:1 für die Hellcat was auch ihre Sicherheit bestätigte. Nach dem Krieg wurde die Hellcat noch in der amerikanischen Kunstflugstaffel, in Korea und von den Franzosen eingesetzt.

Bausatz
Der Bausatz der F6F-5 Hellcat stammt von der Firma Academy und ist im Maßstab 1:72. Der Bausatz selber ist sauber gegossen und ist von der Passgenauigkeit auch zu empfehlen. Auf insgesamt ca. 50 Bauteilen verteilt ergeben sich mehrer mögliche Versionen des Fliegers zu bauen. An Decals sind 2 Versionen möglich welche den Maschinen der F6F-3 von der USS Yorktown und der F6F-5 der USS Hornet entsprechen. Ich habe mich dafür entschieden eine Maschine der Yorktown zu bauen.

Der Bau
Ich habe gemäß der Anleitung mit dem Cockpit begonnen und die Teile entsprechend miteinander verklebt. Dann erhielt das Ganze eine Grundierung mit Interrior Green und wurde trockenen gelassen. Die Details des Instrumentbrettes liegen als Decal, vor was nicht jedermanns Sache ist, aber erleichtert die Gestaltung des selben ungemein. So kann man sich auf die Detailbemalung des Cockpit und mögliche Verfeinerungen konzentrieren welche ich mit Valleyo Farben erzeugte. Zusätzlich habe ich aus einer Bleifolie die Gurten des Piloten nachgebildet um so ein wenig Leben ins Cockpit zu bringen. Während dieser Arbeiten habe ich die Klarsichteile mit Klear behandelt um diese zur weiteren Verarbeitung fertig zu haben. Doch kommen wir wieder zum Bau des Flieger, der wurde weiter gemäß der Anleitung durchgeführt. So wurden die Rumpfhälften und die Flügel miteinander verbunden und der Motorenbereich vorbereitet. Dieser erhielt innen eine Grundierung mit Interrior Green und der Motor und der Propeller selber wurden mit Schwarz grundiert. Als die Farbe getrocknet war wurden die metallenen Teile des Motors mit eine Bleistift behandelt. Diese Behandlung erzeugt einen metallischen Glanz durch das Graphit und hat auch eine gewisse Tiefenwirkung zur Folge welche erwünscht war. Dann wurden die Teile des Motorraums verbunden und ich konnte mich auf eine der wenigen Feinarbeiten des Modells stürzen. Das ist das vorbereiten des Cockpits für die folgende Bemalung. Hierzu verwendet ich die zuvor mit Klear behandelten Klarsichteile welche ich nun vorsichtig mit Tamiya Tape abklebte. Hier zeigt sich auch der Vorteil des Klears, man kann das Tape direkt auf dem Teil vorsichtig schneiden und es ist stabiler durch dieses Mittel. Als alles geschafft war wurden die Klarsichteile mit Superkleber fixiert und das Ganze Modell war fürs brushen vorbereitet. Die Kleinteile des Fahrgestells werden am Gussast mit lackiert und erst zum Ende verbunden.

Die Bemalung
Diese erfolgte wie schon beschrieben mit dem Cockpit und nun kam ich zu den Außenbereichen welche sich aus folgenden Farben zusammen setzte. Für die Unterseite nahm ich wie angegeben Matt Weiß (FS 37875), für die Oberseite und den Rumpf kamen Matt Intermediate Blau (FS 35164) und Mattes See Blau (FS 35042) zum Einsatz. Ich habe es dann in folgender Reihenfolge bemalt wobei ich immer eine ausreichende Trockenzeit berücksichtigt habe. Den Anfang machte die Unterseite mit dem Weiß wobei man hier die Klappen des Fahrgestells, welche sich noch auf dem Spritzling, befinden nicht vergessen sollte. Dann habe ich die Unterseite maskiert um es so bei den nächsten Arbeitsschritten leichter zu haben. Der nächste Farbauftrag erfolgte mit Intermediate Blue und nach ausreichender Trockenzeit wurde der Bereich für das Matte Seeblau mittels Tape vorbereitet. In der Zwischenzeit habe ich weitere Details wie die Propellerspitzen und das Fahrgestell bemalt und verbunden. Als die Farben gut getrocknet waren bekam der gesamte Flieger einen Überzug mit klaren Glanzlack um das anbringen der Deals zu erleichtern.

Decals
Hier kommen wir zu einem der Schwachpunkte dieses Bausatzes, nämlich die Decals. Diese sind bei diesem Hersteller von nicht all zu guter Qualität und eher enttäuschend, hier könnte man besseres machen. Trotz der Behandlung mit Essigwasser um sie weicher zu machen bleiben sie bockig. Auch eine nachträgliche Behandlung mit Sol als Weichmacher zeigte nicht die gewünschten Erfolge was den insgesamt guten Eindruck des Bausatzes mindert. Nach dem anbringen der Decals wurde das gesamte Modell mit matten Klarlack überzogen um so ein natürliches Aussehen zu schaffen. Weiter wurden die Vertiefungen auf den Tragflächen mit stark verdünnter Ölfarbe einem wasching zugeführt um auch hier eine Tiefenwirkung zu erzeugen. Weitere Details wie die Abgasspuren wurden mit den Ölfarben erzeugt. Den Antennendraht habe ich aus einem Wattestäbchen gezogen und mit Superkleber fixiert, bemalt wurde er mit schwarzer Enamelfarbe.

Fazit
Ein schöner und günstiger Bausatz, für den Anfänger und Profi unter den Modellbauern geeignet. Überzeugende Passgenauigkeit als Plus, einziges Manko waren die Decal wobei man hier auch auf ein Aftermarket Produkt zugreifen könnte. Mit modellbauerischen Grüßen
Andreas Dobinger




Copyright www.Modellbaurunde. Alle Rechte vorbehalten.
Nutzungsbedingungen: Sämtliches Material auf dieser Site unterliegt dem Copyright und darf nur für den persönlichen Gebrauch verwendet werden.