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Galerie: Schrott bei Bad Ischl zurück zur Übersicht


Diorama "Ich hab da noch was gefunden....." in 1:48
Schrott-Elegie

Sie war die Königin des Himmels,
sorglos war Ihr Leben und frei.

Er war der Herr der Erde,
vor seiner Stimme erzitterte die Welt.

Ihr nahm man die Flügel,
und verdammte sie zu Schlamm und Dreck.

Ihm nahm man die Stimme,
verurteilte ihn zum Schweigen.

Erst in tiefster Verzweiflung fanden sie einander
Und genossen die kurze Zeit, die ihnen blieb.


Historischer Hintergrund
Der JV44 wurde mit Befehl 28. April 1945 aus dem Bereitstellungsraum München-Riem in die „Alpenfestung“ im Großraum Salzburg beordert. Nicht funktionsfähiges Material wurde zurück gelassen (daher auch die vielen 262-Fotos neben der Autobahn Salzburg-München). Ob die weiße 3 noch mitübersiedelt wurde, hmmmm?? Nicht so sicher, die weiße 7 blieb sicher als ausgeschlachtetes Wrack in München …… Es gibt aber einiges an Berichten, die dafür sprechen; vor allem die Aussagen von ehemaligen Zivil-Angestellten am Flugplatz Salzburg, die im militärischen Bereich der USAF eine 262-Zelle in schlechtem Zustand sahen, weiters auch Gemälde, die die weiße 3 (angeblich nach Augenzeugen entstanden) IN den Alpen in verlassenem Zustand zeigen. Eingedenk der amerikanischen Souvenir-Hysterie ist wahrscheinlich, daß irgendein Gruppenkommandant „zugeschlagen“ hat.
Bei Abzug der Amis und Übergabe des Fliegerhorstes an die österr. Behörden nach dem Staatsvertrag, begann der „Großputz“ ….. Hier kommt ein Schrotthändler aus der Gegend ins Spiel, der die Aufgabe bekam „alles an Gerümpel“ zu entsorgen……
 
Das frühe Tigerchen hatte ein ähnliches Schicksal: im Nibelungen-Werk in St. Valentin waren bis Kriegsende Panzer gefertigt worden. Gegen Ende die Tiger2, aber auch Umbauten der frühen Tiger1 in Befehlspanzer (mit vermindertem Munitionsvorrat aber mehr und stärkeren Funkgeräten); auch waren einige Tiger1 zu Schlepp- und Vergleichszwecken im Werk. Alle diese – noch im Werk vorhandenen - Typen wurden von, in die „Alpenfestung“ zurück gehenden, Truppen requiriert …..
So kamen auch z.B. die drei im Attersee vor Kammer-Schörfling liegenden Tiger dorthin (die wurden bei der Kapitulation von den Besatzungen versenkt, um sie nicht übergeben zu müssen; Bergung jedoch zu aufwändig – liegen zu tief und zu viel Schlamm drüber) ….. Mindestens ein Befehls-Tiger überlebte aber und wurde seitens der Amis der Ausbildungsstätte der B-Gendarmerie (Vorläufer des österr. Bundesheeres, ab 1955 in diesem aufgegangen) in Salzburg zu Übungs- und Ausbildungszwecken übergeben. Laut Aussage eines damals dort ausgebildeten, wurde an einem Tiger1 Nahkampfmittel-Ausbildung vorgenommen. Bei Übernahme durch das Bundesheer 1955 kam nun wieder der bereits vorgenannte Schrotthändler ins Spiel, der auch dort die „Entrümpelung“ vorzunehmen hatte ….. Vieles dieses Materials wurde im Raume Bad Ischl gelagert; manches davon „vergessen“; aus dieser Quelle dürfte auch der, ca. 1975 bei einer „Wehrsportgruppe“ aufgetauchte, voll funktionsfähige Flak-Panzer „Möbelwagen“ gewesen sein; nach Ableben dieses Herrn „Händlers“ wurde dann so ab 1965 alles – noch vorhandene - „entsorgt“ …..
 
Es KÖNNTE also sein, daß die beiden wirklich 10 Jahre nebeneinander, malerisch in der Gegend herumlagen – spekulativ; geb ich zu; aber möglich…….. vor allem aber MODELLBAUERISCH SEHR INTERESSANT.
 
Für die Ermöglichung der Recherchen danke ich dem Archiv der „Kronen Zeitung“, der „Presse“ und des „Kurier“ – sowie den Aussagen der von mir befragten Zeitzeugen.
Mit modellbauerischen Grüßen
Wolfgang Strasmayer




         

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