

Das Modell:
Auch dieses Modell
zeigt sich in der Tamiya gewohnter guten Qualität. Man könnte fast sagen Kleber
in die Schachtel geben, schütteln und fertig. Aber keine Angst, soweit ist es
noch nicht und der ambitionierte Modellbauer hat hier ein gutes Modell zur
Verfügung.
Als Besonderheit
habe ich mir den Ätzeilsatz von Voyager dafür geleistet, um es ein wenig
aufzupeppen.
Der Bau:
Hier erfolgte der
Bau recht einfach, ich musste nur die Teile welche durch Ätzteile ersetzt
werden beachten. Ansonsten geht er rasch und einfach und man sieht schnell
Erfolge.
Dann kam der Akt mit
den Ätzteilen, Mann oh Mann. Die sind ja in 1:35 schon klein aber im 48er sind
sie winzig. Als Manko muss ich zugeben keine bzw. geringe Erfahrung mit dem Bau
von Ätzteilen zu haben. Aber man kann ja lernen und so werde ich sicher weiter
üben. Auf alle Fälle geben solche Teile dem Modell den letzten Schliff, wenn
wir mal von der Bemalung absehen. Zum Hersteller Voyager kann man sagen, die
Teile sind empfehlenswert und waren gut zu verarbeiten.
Die Bemalung:
Auch hier wollte ich
einen neuen Weg bestreiten und habe das gesamte Modell mit Valleyo Air Color
bemalt. Diese Farben sind nach einer kurzen Eingewöhnung eine Wucht und für die
kalte Jahreszeit absolut zu empfehlen. Da sie absolut geruchsfrei sind kann man
nach Lust und Laune in geschlossenen Räumen brushen ohne gesundheitliche
Risiken. Man sollte nur folgendes beachten. Die Farben immer wirklich gut
aufschütteln und ein Wattestäbchen (Q-Tip) zum reinigen der Nadel bereithalten.
Diese Farben haben den kleinen Nachteil das sie so schnell trocknen das sie auf
der Nadel eintrocknen, also alle 2-3 Minuten kurz mal die Nadel geputzt. Was
sich hier als Nachteil zeigt wirkt sich beim Modell positiv aus da man sehr schnell
weiter machen kann. Ich gehe auch nach Anleitung von MIG vor und verdünne die
Farben 1:3 (Verdünner: Farbe). Der Druck ist ziemlich derselbe wie bei den
Farben von Tamiya oder Gunze, ca. 1,2-1,5bar. Auch hält diese Farbe auch ohne
Vorbehandlung auf Ätzteilen.
Als Grundfarbe nahm
ich Oliv Drab welches teilweise mit Beige aufgehellt wurde. Die Gummi-, die
Kettensegmente und die Metallteile wurden mit Schwarz bemalt, wobei die
Metallteile dann noch mit Graphitpulver behandelt wurden.
Die Pigmente, in
diesem Fall heller Staub, wurden mit Feuerzeugbenzin aufgetragen und nach dem
trocknen erfolgte das anbringen der Decals. Als alles gut getrocknet war wurde
das gesamte Modell mit einer Schicht Sandfarbe hoch verdünnt übernebelt (1 Teil
Farbe auf 6 Teile Verdünner)
Den Abschluss bildete eine Lage Gunze Mattlack zur
Versiegelung des Modells.
Fazit
Wunderbare Bausätze
die uns Tamiya in diesem Maßstab beschert und da immer mehr Zulieferer
mitmachen kann man sich hier noch viel erwarten. Nur schade das die Figuren
noch nicht diesen Standart erreicht haben, aber wer weis.
Ich kann jeden nur
empfehlen es mal in dieser Größe zu versuchen, Ihr werdet sehen es macht Spaß.
Mit modellbauerischen Grüßen
Andreas Dobinger


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