

Über
den Mythos "Tiger" brauche ich ja wohl keine weiteren Worte verlieren -
jedem der sich mit Militär-Modellen oder der Geschichte des
zweiten Weltkriegs befaßt, sind diese Panzer ein Begriff.
Der
Bausatz des späten Tigers von AFV-Club ist in sehr guter
Qualität und weist lediglich einen Fehler auf: das Dach des Turmes
läßt sich nicht in richtiger Position verkleben, da die
Turm-Seitenwände für die Aufnahme dieses Teils nicht
genügend hoch ausgenommen sind. Hier hat man die Wahl, entweder
die Seitenwände auszuschleifen, oder nach dem Zusammenbau zu
erhöhen. Ich habe mich für die zweite Methode entschieden.
Ein weiterer Nachteil des Bausatzes ist, daß keine
Zimmerit-Struktur angegossen ist und laut Bauplan das Zimmerit mit
Spachtelmasse dargestellt werden soll. Pluspunkte des Bausatzes
sind die funktionsfähige Drehstab-Federung, das beiliegende Aluminium-Geschütz-Rohr und die ebenfalls
beiliegenden Ätzteile für die Lüfter-Gitter und das
Fla-MG-Visier.
Der
Bau ging einfach von Statten, zur Erhöhung der
Turm-Seitenwände benutzte ich flach gequetschten Löt-Draht,
der mittels Sekunden-Kleber fixiert wurde. Die ganzen
Außendetails wie Drahtseile, Wagenheber, Holzblock, etc.
lackierte ich am Gußast und montierte sie erst ganz
am Schluß. Das ganze Modell erhielt eine Mennige-farbige
Grundierung, erst danach brachte ich das ATAK-Zimmerit (das zwar
für den Dragon-Bausatz vorgesehen ist, jedoch ohne
größere Probleme auch für AFV paßt) mittels
Sekunden-Kleber an. Als Gegengewicht für das Aluminium-Rohr
mußte ich am Verschluß des Geschützes ein Bleigewicht
anbringen.
Nach
dem Durchtrocknen der Grundierung kam dann die Lackierung in
panzergelb, darauf wurde das Tarnmuster (hier orientiert an den
Tarnschemen der verschiedenen Einheiten der schweren Panzerkompanien in
den SS-Panzerdivisionen) aufgetragen. Ein historisches Vorbild für
dieses Fahrzeug konnte ich leider nicht finden, da ich ja einen Tiger
knapp vor der Kapitulation im Raum Krems darstellen wollte, dafür
jedoch keine Fotos aufzutreiben waren.
Auf die Tarnung wurden
dann die diversen Kratzer und Abnutzungen aufgetragen und das gesamte
Fahrzeug partiell aufgehellt, um die Wirkung durch Sonne und Wetter zu
simulieren.
Danach wurden noch die Friul-Einzelglieder-Ketter montiert, die lediglich ein Auftrag von Mattschwarz in den Fugen erhielten.
An Farben benutzte ich wieder einmal nur die Vallejo-Model-Air,
für die Hervorhebung der Ritzen und die Verrostung griff ich wie
immer auf meinen Schul-Mal-Kasten zurück. Nach Anbau der ganzen Kleinteile wurden noch diverse Details nachgemalt, und schon war er fertig.
Mit modellbauerischen Grüßen
Wolfgang Strassmayer
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