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Galerie: Tiger II  1:35 (sa) zurück zur Übersicht


Tiger II:

Über die Geschichte des Tiger II oder „Königstiger“, wie ihn die Alliierten nannten,brauche ich glaube ich keine großen Worte mehr zu verlieren, denn diese ist hinlänglich bekannt und es gibt unzählige Bücher und Broschüren über diesen Panzer.
Vielmehr beschäftigt mich der Bau eines Modells von der Fa. Dragon im Maßstab 1:35

Der Bau:Beim ersten betrachten der Teile fällt positiv auf, dass alles sauber gegossen ist und nur sehr wenig Nacharbeit erforderlich ist. Die Bauanleitung ist präzise und lässt wirklich kaum Wünsche offen. Diese Art der Bauanleitung mit Fotos ist eine sehr gute Idee und so kann auch ein Anfänger ohne Probleme ein schönes Modell erstellen.
Es gibt auch keine „Tamiya“-Gummiketten, sondern Einzelkettenglieder, die auch kaum Nacharbeit erfordern. Bei meinem Tiger sollten aber doch die bekannten und beliebten Ketten der Fa. Friul zum Einsatz kommen.
Verfeinert ist der Modellbausatz mit einigen wenigen Ätzteilen, die separat beiliegen. Ebenso ist ein Alugedrehtes Geschützrohr dabei.
Da die Ätzteile mir dann doch zu wenig erschienen, besorge ich mir einen Satz von der Fa. Voyager, leider gab es zu diesem Zeitpunkt nur die Teile für einen Tiger II mit Porscheturm, aber das war mir ziemlich gleichgültig, die Teile für die Wanne sind bei beiden Versionen Baugleich und für den Henschelturm würde mir sicher etwas einfallen….dachte ich!
Der Bau ging recht Zügig voran, dank guter Bauanleitung und auch die Ätzteile waren gar nicht schlecht zu verarbeiten, bis auf die zahlreichen Werkzeughalterungen, die sind schon ein wenig zu filigran ausgefallen, ohne Pinzette und Lupe geht da gar nichts…oder alles Schief…
Die Abschleppseile und das Kettenaufzugsseil sind in Form von gedrehten Metalllitzen beim Ätzteilsatz dabei, was das Gesamtbild des Modells um einiges aufwertet.
Die Teile des Bausatzes sind sehr Passgenau und recht schnell entsteht so der Rohbau des Panzers. Dann kam schon mal die Qual der Wahl…welchen Panzer baue ich? Welche Version? Welche Tarnung soll zum Einsatz kommen? Hinterhaltstarnung oder die normale Null-acht-fünfzehn? In Büchern sind viele Tarnmuster angeführt und ich entschloss mich für eine der wenigen grünen Tarnungen, die bei der schweren Panzerabteilung 507 ende März 1945 zum Einsatz kamen. Das Modell wurde also erst einmal in Olivgrün (RAL 6003) gebrusht. Er sah zum kot…. aus. Mit Dunkelgelb (RAL 7028) wurden dann ein paar Flecken und Verwirbelungen aufgetragen…nun sah er noch schlimmer aus und ich dachte schon….o.k., Henkel dran und ab in den Mistkübel!! Ich ließ das Modell in einem Eck unbeachtet stehen. Nach ein paar Tagen der Ruhe ging ich es dann wieder an. Ich trug mit verschiedenen Ölfarben (Weiß, Oxydgrün, Erdbraun, Umbra, Schwarz) stark verdünnt mit Terpentin einen Film über den ganzen Panzer auf, den ich gleich wieder verwischte und siehe da…..es entstand ein schöner Kontrast und die Farbe des Panzers hellte sich auf. Ich baute also weiter. Mit den Ätzteilen und den Ketten sah er dann schon ganz passabel aus. Zu allem Überfluss fertigte ich die Rohrreinigungsstangen auch noch selber an. Sandbraune und Erdbraune Farbpigmente, die einen Kontrast zum dunklen Grün geben, trugen dann noch zum letzten Schliff bei und nach ein paar Wochen arbeit stand er nun fertig vor mir.
Alles in allem entstand aus einem schon von mir verloren geglaubten Modell doch einer der besten Panzer, die ich bisher gebaut habe.
Ohne Tipps und Tricks von anderen Modellbaufreunden wäre er aber sicher nicht so geworden.

Mit modellbauerischen Grüßen
Siegi Alram








 


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