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 Stern-Motor im Eigenbau in 1:48 (ws)
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Wer von uns hat sich nicht schon darüber geärgert, was manche Hersteller - besonders in älteren Bausätzen - als "Motor" anbieten .... so etwas von "Details" .... übetrieben gesagt einfach ein Plastik-Klumpen. 

Ein solches negatives Beispiel ist mir von der Firma Hobbycraft in die Hände gefallen; das soll ein Sternmotor sein .......

 Da ich gerade ein Wochenende mit genug freier Zeit hatte, dachte ich mir: "Das können wir doch besser!"

Material:

Folgendes stand mir zur Verfügung: Plastik-Beilagscheiben, Rest einer Achse eines Ü-Ei-Fahrzeugs, Ader-End-Schutzkappen von Lichtwellenleiter-Kabeln, Draht-Kabelbinder wie sie beim Kauf von Geräten auf den Kabeln sind (da ist innen ein herrlich dünner Silber-Draht), und natürlich Werkzeug.

Die Schutzkappen der Lichtwellenleiter-Kabel wurden auf einem gekürzten, runden Zahnstocher in den Dremel eingespannt, und mittels eines Scalers (Werkzeug aus dem Zahnarzt-Zubehör-Shop, das ich mir mal zum gravieren besorgt habe) die Kühlrippen aus dem Vollen gedreht. 

Dann die beiden Plastik-Beilagscheiben zusammen geklebt, die Nabe des Überraschung-Ei-Fahrzeuges drauf. Vorne noch eine Bohrung für die Propeller-Achse und dann die ganzen neun Zylinder schön der Reihe nach angeklebt. 

Im direkten Vergleich mit dem, was im Bausatz dabei war, sieht das ja schon mal ganz gut aus .......

Den ersten Zylinder hatte ich nur eingesteckt, da ich den Motor für eine Wartungs-Szene möchte. Anstelle des Zylinders hab ich später in einer Bohrung einen Kolben (aus einem Stück Draht und einem 1mm starken Stück Kupferdraht) angebracht.

Nun könnte man die Zylinder-Köpfe noch mit einigen Elektronik-Teilen von einer alten Computer-Platine darstellen......

.... was mir sehr gut gefallen hat - bloß hätte der Motor dann nicht mehr ins Model gepaßt, daher mußte ich die "Köpfe" wieder entfernen.

Am besten ist es, nun gleich mal eine Lackierung einzulegen, und anschließen die Kühlrippen mittels eines dunklen washings zu betonen. Bis hier waren es ca. 4 Stunden Arbeit und ich ließ den Lack über Nacht durchtrocknen.

Als nächstes werden die Ventil-Stößel-Ansteuerungen mittels des Drahtes aus den Kabelbindern dargestellt........

Nach Anbringung der Zündkabel habe ich begonnen, die Sprit-Leitungen zu jedem Zylinder zu verlegen ....

.... natürlich auch zu dem "ausgebauten" .....

Nun noch schnell aus dünnem Lötzinn einen Ring gebogen - geht am besten über einen Schraubenzieher in passender Größe -

und diesen auf Position geklebt.

Die Zündkabel hab ich danach noch einem kleinen Röhrchen zusammen gefaßt, um den Zünd-Verteiler zu simulieren.

Auf einem provisorischen Motorträger sieht das alles zusammen doch um einiges besser aus, als das was uns der Hersteller zur Verfügung gestellt hat. Und das bei einem Zeitaufwand von insgesamt ca. 9 Stunden ....

Mit modellbauerischen Grüßen

Wolfgang 



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