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Wer
von uns hat sich nicht schon darüber geärgert, was
manche Hersteller - besonders in älteren Bausätzen - als
"Motor" anbieten .... so etwas von "Details" .... übetrieben
gesagt einfach ein Plastik-Klumpen. Ein solches negatives Beispiel ist mir von der Firma Hobbycraft in die Hände gefallen; das soll ein Sternmotor sein ....... Da ich gerade ein Wochenende mit genug freier Zeit hatte, dachte ich mir: "Das können wir doch besser!"
Material: Folgendes
stand mir zur Verfügung: Plastik-Beilagscheiben, Rest einer Achse
eines Ü-Ei-Fahrzeugs, Ader-End-Schutzkappen von
Lichtwellenleiter-Kabeln, Draht-Kabelbinder wie sie beim Kauf von
Geräten auf den Kabeln sind (da ist innen ein herrlich dünner
Silber-Draht), und natürlich Werkzeug.

Die
Schutzkappen der Lichtwellenleiter-Kabel wurden auf einem
gekürzten, runden Zahnstocher in den Dremel eingespannt, und
mittels eines Scalers (Werkzeug aus dem Zahnarzt-Zubehör-Shop, das
ich mir mal zum gravieren besorgt habe) die Kühlrippen aus dem
Vollen gedreht. 
Dann
die beiden Plastik-Beilagscheiben zusammen geklebt, die Nabe des
Überraschung-Ei-Fahrzeuges drauf. Vorne noch eine Bohrung für
die Propeller-Achse und dann die ganzen neun Zylinder schön der
Reihe nach angeklebt. 
Im direkten Vergleich mit dem, was im Bausatz dabei war, sieht das ja schon mal ganz gut aus .......

Den
ersten Zylinder hatte ich nur eingesteckt, da ich den Motor für
eine Wartungs-Szene möchte. Anstelle des Zylinders hab ich
später in einer Bohrung einen Kolben (aus einem Stück Draht
und einem 1mm starken Stück Kupferdraht) angebracht.
Nun könnte man die Zylinder-Köpfe noch mit einigen Elektronik-Teilen von einer alten Computer-Platine darstellen...... 
.... was mir sehr gut gefallen hat
- bloß hätte der Motor dann nicht mehr ins Model
gepaßt, daher mußte ich die "Köpfe" wieder entfernen.
Am besten ist es, nun gleich
mal eine Lackierung einzulegen, und anschließen die
Kühlrippen mittels eines dunklen washings zu betonen. Bis hier
waren es ca. 4 Stunden Arbeit und ich ließ den Lack über
Nacht durchtrocknen. Als nächstes werden die Ventil-Stößel-Ansteuerungen mittels des Drahtes aus den Kabelbindern dargestellt........ 
Nach Anbringung der Zündkabel habe ich begonnen, die Sprit-Leitungen zu jedem Zylinder zu verlegen ....

.... natürlich auch zu dem "ausgebauten" .....

Nun
noch schnell aus dünnem Lötzinn einen Ring gebogen - geht am
besten über einen Schraubenzieher in passender Größe -

und diesen auf Position geklebt.

Die
Zündkabel hab ich danach noch einem kleinen Röhrchen zusammen
gefaßt, um den Zünd-Verteiler zu simulieren.
Auf
einem provisorischen Motorträger sieht das alles zusammen doch um
einiges besser aus, als das was uns der Hersteller zur Verfügung
gestellt hat. Und das bei einem Zeitaufwand von insgesamt ca. 9 Stunden ....

Mit modellbauerischen Grüßen
Wolfgang
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