

Enamelfarben und eine Rührhilfe (Klick aufs kleine Bild öffnet die große Ansicht - Klick ins Großbild schließt selbiges)
Liebe Modellbaufreunde, wer kennt sie nicht,
die leidigen Probleme mit den kleinen Farbdöschen. So viele verschiedene gute
Farben und dann, wie kann ich sie leicht und gut aufrühren? Hier sollte man
auch bemerken, das viele der Acrylfarben wirklich nur durch leichtes
aufschütteln mal- und brushfähig sind. Hier unterscheiden sich die Enamelfarben
sehr von den anderen; noch dazu weil sich gerade bei diesen Farben oft ein Satz
bzw. Farbklumpen bilden, der gut aufgerührt werden will. Es ist hierbei sehr
wichtig die Farben gut aufzurühren, um gute Ergebnisse zu erhalten, da man sonst nur das
enthaltene Lösungsmittel aufnimmt und so keine vernünftigen Ergebnisse erzielen
kann. Mit dieser Problematik im Hintergrund habe ich
mir ein paar Gedanken gemacht, wie man diese Farben effektiver aufrühren könnte -
bei einem geringen Kosteneinsatz. Wie bin ich bis jetzt vorgegangen? Nun ich
habe die Farben mittels Zahnstocher mit der Hand aufgerührt. Nachteil ist eindeutig das lange
rühren, um eine gleichmäßige Verteilung von Farbe und Lösungsmittel zu erhalten. Daher habe ich mir 2 Alternativen überlegt die
ich Euch hier gerne Vorstellen möchte.
Version 1:
Es gibt zum Beispiel in vielen Billigmärkten
sogenannte Milchaufschäumer. Diese sind eigentlich zum aufschäumen von Milch
gedacht aber ich habe dieses Gerät ein wenig umfunktioniert. Einfach den
unteren Teil mit der Spirale abtrennen und schon klappt es mit der Farbe.

In die Farbdose halten und einschalten, ein paar Minuten gleichmäßig
hin und her fahren und die Farbe ist gut umgerührt. Aber bitte beachtet dabei, dass Gerät erst
einzuschalten, wenn es in der Dose ist - sonst habt ihr eine Spritzerei. 
Gerät abschalten und aus der Farbdose nehmen, dass wars.
Vorteil dieses Systems ist der geringe
Kostenanteil mit ca. Euro 2-5,-- und das Ganze ist mit Batterie, also kein
Kabelsalat.
Version 2:
Mancher von uns Modellbauern nennt schon einen
Dremel oder ein ähnliches Produkt sein eigen. Auch diesen kann man sehr gut zum
umrühren verwenden. Ich habe einfach einen alten Fräser genommen, hier kann man
sicher auch andere Alternativen nehmen. Auf den Kopf wurde dann eine
Metall-Schiffsschraube eines alten Modells mit Superkleber fixiert. 
Alternativ kann man natürlich auch eine andere Metall-Schiffsschraube aus dem
Fachhandel beziehen. Wichtig ist nur, das sie im Durchmesser kleiner als die
Öffnung der Farbdosen ist. Die Handhabung ist ähnlich der ersten Version, die
Schraube tief in die Dose halten und Gerät einschalten. Aber Achtung, mit
niederer Drehzahl arbeiten. Und bei der Schraube ist zu beachten das die
Strömungsrichtung in die Dose geht, also nach unten. Auch hier gilt: erst
abdrehen und dann aus der Dose nehmen. 
Als Alternative kann man hier auch eine Akkubohrmaschine
für den Modellbau nehmen. Vorteil dieses Systems ist, das man ein Multiwerkzeug
verwendet das die meisten Modellbauer haben, als Nachteil ist eigentlich nur
das Kabel anzusehen.
Und die Reinigung ist ebenfalls ganz einfach,
ich verwende hierzu ein Gläschen welches mit Nitroverdünnung gefüllt ist.
Einfach den Umrührer in das Glas halten, einschalten und ein wenig laufen
lassen, abschalten und mit einer Küchenrolle oder Taschentuch abwischen. Schon
ist er sauber und zum nächsten Einsatz bereit. 
Ich hoffe Euch mit diesen Tipp die Arbeit und
den Umgang mit diesen Farben ein wenig erleichtert zu haben.
Mit modellbauerischen Grüßen
Andreas Dobinger
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